Samba

Die Wurzeln der Samba befinden sich in Afrika und gehen aus den Tänzen der Bantu (Angola, Kongo, Mozambique) hervor. Im Jahre 1538 wurden Sklaven aus Angola in den Nordosten von Brasilien verschleppt, nach rund 400 Jahren immerhin fast 5 Millionen Menschen. Aber auch die Kultur und die Tänze gelangen auf diesem Wege nach Brasilien. Der Name Samba ist geht aus dem Bantu-Wort „Semba“ (Bewegung des Nabels) hervor und beschreibt die typischen Hüftbewegungen.
Mit seinen farbenprächtigen Kostümen und atemberaubenden Tanzvariationen gilt der Samba seit den 30er Jahren als die populärste und weltweit bekannteste Musik- und Tanzgattung Brasiliens. Sprechen wir heute an Samba, so haben wir vor allem den Karneval in Rio de Janeiro vor unseren geistigen Augen. In den 80ern des 20. Jahrhunderts entstand in Rio de Janeiro das Sambódromo, das etwa 800m lang und rechts und links von Tribünen gesäumt ist. Die Plätze sind heiß begehrt und schnell ausverkauft. In diesem Stadion findet der zweitägige Umzug der Sambaschulen, den Escolas de Samba, statt. Während des Jahres trainieren und arbeiten die Sambaschulen in den Räumen, die extra in der riesigen Tribünenanlage für sie angelegt wurden.